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Samstag, 30.01.2021 | 17:00 | Weiter lesen

Eine Frau fährt mit dem Schiff von Wien nach Bratislava. Der kurze Trip wird zum Überlebenstraining in der Wildnis. “Auwald” von Jana Volkmann lotet die Grenze zwischen Zivilisation und Wildnis aus, zwischen Mensch und Tier, dem eigenen Ich und den anderen. Dabei bewegt sich der Roman in einer Welt, die zugleich etwas Märchenhaftes und Apokalyptisches hat. Die Wahrnehmung wird dabei immer wieder auf die Probe gestellt. Jana Volkmann wurde 1983 in Kassel geboren und lebt seit neun Jahren in Wien. Hier fühlt sie sich zu Hause. Auch wenn sie die Arbeit an „Auwald“ noch kurz vor der Corona-Pandemie zu Ende gebracht hat, kann ihr Roman als Kommentar zur momentanen Situation gelesen werden. Wie Jana Volkmann damit umgeht, warum sie sich selbst als etwas verschroben bezeichnet und wieso ausgerechnet eine Tischlerin zur Hauptfigur von “Auwald” wurde – darüber unterhält sich die Schriftstellerin mit Nadine Kreuzahler und Thorsten Dönges vom Literarischen Colloquium Berlin (LCB).

rbb-online.de

»… dass Wildnis immer eine Erfindung des Menschen bleibt«

Katja Gasser hat mit ihren Kolleg*innen vom ORF einen sehr klugen, differenzierten und gut beobachteten Beitrag zur »Wildnis« in der Literatur gemacht – anlässlich der Europäischen Literaturtage. Ich freue mich riesig, dass auch »Auwald« darin vorkommt und so wunderbar vorgestellt wird.

Drehen durften wir in der Tischlerei von Markus Taschler im 16. Wiener Gemeindebezirk, dem ewig gedankt sei. Wenn jemand was aus Holz braucht, unbedingt dorthin!

https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/mehr-wildnis-europaeische-literaturtage-100.html

Bremer Literaturpreis

Der 67. Bremer Literaturpreis 2021 geht an Marion Poschmann, der Förderpreis geht an Jana Volkmann

Marion Poschmann erhält den mit 25.000 € dotierten Bremer Literaturpreis 2021 für ihren im Suhrkamp Verlag erschienenen Gedichtband „Nimbus“.
Die Jurybegründung lautet: „Der Gedichtband Nimbus überführt mit großem Formbewusstsein die Tradition der Naturlyrik in das Zeitalter von Klimawandel und Artensterben. Ihre Gedichte fügen Kindheitserinnerungen, präzise Gegenwartsbeobachtung und historische Wissensspeicher zu Naturbildern zusammen, die durch ihren Reichtum an Details bestechen.“
Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, studierte Germanistik und Slawistik in Bonn und Berlin. An der Berliner Hochschule der Künste studierte sie Szenisches Schreiben. Heute lebt Marion Poschmann in Berlin. 2018 wurde sie ausgezeichnet mit dem Klopstock- Preis für ihren Roman Die Kieferninseln (2017), der auch auf den Shortlists sowohl für den Deutschen Buchpreis 2017 als auch in der englischen Fassung (The Pine Islands) für den Man Booker Prize 2019 stand.
Der Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ist mit 6.000 € dotiert. Im Jahr 2021 wird er der Autorin Jana Volkmann für ihren im Verbrecher Verlag erschienenen Roman „Auwald“ verliehen. Der Förderpreis wird seit 2005 von der ÖVB – Öffentliche Versicherungen Bremen – finanziert. Die Jury begründet die Vergabe: „Der Roman Auwald demonstriert ihr beeindruckendes Talent für eine dichte Wahrnehmungsprosa und sie verwandelt auf originelle Weise ein Katastrophengeschehen in die Möglichkeit, sich einer privaten Krise zu stellen.“
Jana Volkmann, geboren 1983 in Kassel, studierte in Berlin Europäische Literaturen und arbeitet derzeit an einer Dissertation über Hotels in der Gegenwartsliteratur. Sie lebt als freie Autorin und Journalistin in Wien.

Die Jury zum Bremer Literaturpreis 2021 tagte unter dem Vorsitz von Dr. Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung) mit den Mitgliedern: Richard Kämmerlings (Die Welt), Barbara Lison (Stiftung Bremer Literaturpreis), Dr. Wiebke Porombka (Deutschlandradio Kultur), Michael Sieber (Stiftung Bremer Literaturpreis), Tonio Schachinger (Förderpreisträger 2020, Österreich), Dr. Daniela Strigl (Österreich), Dr. Stefan Zweifel (Schweiz).

(Aus der Pressemitteilung)

“Auwald” im Radio

“Die Sprache von Jana Volkmann ist stark, sie findet poetische Bilder, lässt uns den modrigen, feuchten Waldboden fühlen. Sie spielt die Möglichkeiten eines Neuanfangs auf radikale Weise durch.”
rbb inforadio, 25.10.2020

“Dieses Ausbrechen, von dem jeder mal träumt – Jana Volkmann dekliniert durch, was das eigentlich bedeuten würde, ohne zu romantisieren. Ihre ziemlich klägliche Abenteurerin macht in der Wildnis keine gute Figur, ist am Ende aber doch eine Heldin. Weil sie erkennt, was sie braucht: ‘Ich will gar nicht heilen.'”
NDR Kultur, 17.9.2020

Topliteratur-Podcast

Radio eins, Literaturagenten

This ain’t no picnic | Open Air Lesung + Musik

Donnerstag, 9. Juli, 18 Uhr. Praterwiese ggü. Meierei.

“Racism should have never happened and so you don’t get a cookie for reducing it.” Chimamanda Ngozi Adichie

Literatur und Musik für einen guten Zweck (alle Spenden gehen an ZARA)

Organisiert und moderiert von Verena Stauffer und Martin Peichl

Line-up:

Katherina Braschel
Peter Clar
Raoul Eisele
Franziska Füchsl
David Hoffmann
Musik! Lukas Meschik
Caca Savic
Anna Stiegler
Christoph Szalay
Jana Volkmann

Picknickdecken, Getränke und Snacks bitte mitbringen!
(wir kümmern uns um gute Texte, um gute Musik)

Trotz OPEN AIR wollen wir dennoch dafür Sorge tragen, dass im Interesse aller auf die derzeit nötigen Abstandsgebote geachtet wird.