Die dritte Steigerungsstufe der Fiktionalisierung

Ich habe bisher zwei Bücher von Amélie Nothomb gekannt. Zuerst habe ich mich auf die französische Orginialfassung von Le Sabotage Amoureux eingelassen, das ich wegen der für mich seltsam schwierigen Sprache wohl eher bezwungen habe als gelesen, und auch das nur mit mäßigem Erfolg. Danach kam lange nichts, und dann folgte Quecksilber. Wenn man den Kritiken glauben schenken darf, nicht unbedingt das Buch, an dem man Nothomb messen sollte, wenn man ihr gerecht werden will und es nicht von vornhinein schlecht mit ihr meint. Es war unterhaltsam, aber es gelang mir nicht, es zu mögen; ich erinnere mich, dass es mich sogar geärgert hat. Nach diesen zwei sehr unglücklichen Annäherungsversuchen (ich hätte es doch besser wissen können!) habe ich Amélie Nothomb jedenfalls ignoriert, so schwierig das auch war, schließlich haben mich ihre Romane immer wieder sehr gelockt. Ich tat so, als gäbe es sie gar nicht, und habe stattdessen anderes gelesen, von dem mich auch vieles geärgert, unterhalten oder einfach unberührt gelassen hat. Continue reading