I Love I Love Dick

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Den gab’s als Abo-Prämie.

Im Freitag habe ich etwas über Chris Kraus’ Roman I Love Dick (Matthes & Seitz) geschrieben. Das darf gern als Empfehlung verstanden werden, oder – fast noch lieber – als Einladung zur Diskussion über den Text. Denn zu diskutieren gibt es da viel, auch über Frauenbilder und Männerbilder, über weibliche Kunst, weibliche Stimmen, weiblichen Intellekt.

Es hat zwanzig Jahre gedauert, bis das Buch zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt wurde – übrigens ganz beeindruckend durch Kevin Vennemann. (Darum das Wort Spätruhm, das im Angesicht der Künstlerinnenbiografien, die da verhandelt werden, schon eine gewisse Ironie enthält.) Es wäre durchaus interessant, den Roman vor dem Hintergrund heutiger feministischer Diskurse auch nochmal gegen den Strich zu lesen. Dem Buch wünsche ich jedenfalls viele Lesezirkel, die sich damit auseinandersetzen, viel Begeisterung und überhaupt viel Aufmerksamkeit.

2 thoughts on “I Love I Love Dick

  1. Ich habe das Buch gerade erst – mit großer Begeisterung – gelesen. Nicht zuletzt wegen der Besprechung im Freitag – vielen Dank dafür! Ich fand es u.a. sehr spannend, wie konsequent Chris Krauss im Buch selbst aufzeigt, wie der Text geschrieben wurde/wird. Mitunter wirkt das so, als dürfte man live bei der Produktion dabei sein. Ich dachte permanent bei der Lektüre, “wow, ist das gut, was die da macht” und kann mir kaum vorstellen, dass die Männer-Bekenntnis-Literatur von Stuckrad-Barre, Melle, Knausgård, Walser auch nur entfernt in dieser Liga spielt (auch wenn ich, ehrlich gesagt, sehr wenig Lust habe, das im Detail zu überprüfen). Wie in “I Love Dick” die Autorin Chris Krauss und die Figur Chris in Beziehung gesetzt werden, ist einfach nur unglaublich beeindruckend. (Irgendwie irritiert mich gerade, wie oft ich in diesem kurzen Kommentar “ich” geschrieben habe … ist vielleicht eine Spätwirkung der Lektüre.) Also noch einmal: Vielen Dank für die Besprechung!

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  2. Das freut mich sehr, für mich war es auch eine sehr beeindruckende Lektüre und ich denke, ich habe mich damit noch nicht zuende beschäftigt. Und wenn man was draus lernen kann, dann ja auch, dass man sich vor dem Wort ich nicht zu sehr scheuen muss. 🙂

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